Am 26. und 27. Juni trafen sich die besten Nachwuchsgewichtheber Deutschlands zu den Internationalen Deutschen Jugendmehrkampfmeisterschaften (IDJM). Der Wettkampf verbindet das olympische Gewichtheben mit athletischen Disziplinen wie Sternlauf, Schlussdreisprung und Kugelschocken. Gefragt sind dabei nicht nur Kraft und Technik, sondern auch Schnelligkeit, Koordination und Vielseitigkeit. Mit Amy Seidel und Vincent Datschkus war das Vogtland durch zwei Nachwuchsathleten des AC Atlas Plauen bei diesem nationalen Wettkampf vertreten – und das äußerst erfolgreich.
Silbermedaille für Amy Seidel

Für die 14-jährige Amy Seidel war es der erste Start bei einer nationalen Meisterschaft. Die Schülerin der Sportschule Chemnitz zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und bestätigte im Reißen ihre persönliche Bestleistung von 65 Kilogramm, welche sie erst vor wenigen Wochen bei den Vogtland-Sommerspielen erzielt hatte. Im dritten Versuch bewegte sie sogar 68 Kilogramm erfolgreich über den Kopf, erhielt jedoch wegen eines technischen Fehlers keine gültige Wertung. Im Stoßen steigerte sie sich anschließend auf starke 80 Kilogramm und stellte damit eine neue persönliche Bestleistung auf. Der Versuch über 83 Kilogramm blieb leider ohne Erfolg.
Auch in den drei athletischen Disziplinen platzierte sich Seidel jeweils unter den besten Drei ihrer Altersklasse. Am Ende wurde ihr starker Auftritt mit der Silbermedaille in der Altersklasse 14 belohnt.
Trainer Bernd Schmiedel lobte insbesondere die Nervenstärke seiner Athletin:
„Amy hat einen souveränen Wettkampf absolviert. Besonders erfreulich ist, dass sie bei ihrem ersten nationalen Auftritt dem Druck standgehalten und mit Platz zwei ein hervorragendes Ergebnis erzielt hat.“
Vincent Datschkus verpasst Podium hauchdünn

In der Altersklasse 15 ging Vincent Datschkus an den Start. Für den Plauener Friedensschüler war es bereits die zweite Teilnahme an den IDJM. Nachdem er im vergangenen Jahr Rang vier belegt hatte, sollte diesmal der Sprung auf das Siegerpodest gelingen.
Mit dem besten Athletikergebnis seiner Gewichtsklasse legte der Atlas-Heber zunächst den Grundstein für eine Spitzenplatzierung. Dabei war die Ausgangslage allerdings alles andere als optimal: Eigentlich sollte Datschkus in der schwereren Gewichtsklasse starten. Durch den ungewollten Gewichtsverlust infolge der hochsommerlichen Temperaturen rutschte er jedoch in die leichtere, deutlich stärker besetzte Gruppe.
Im Reißen brachte er 64 Kilogramm in die Wertung, während der dritte Versuch scheiterte. Im Stoßen steigerte sich der Plauener über 82 auf 86 Kilogramm. Der Angriff auf die angestrebten 90 Kilogramm blieb jedoch ohne Erfolg. Am Ende fehlten lediglich 0,52 Punkte auf einen Medaillenrang. Damit musste sich Datschkus erneut mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben.
„Vincent hat mit seiner Athletik eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen. Dass er aufgrund seines Gewichtsverlustes in der leichteren Klasse starten musste, war natürlich nicht optimal. Umso ärgerlicher ist es, dass am Ende nur gut ein halber Punkt zum Podium fehlte“
, fasste Schmiedel den Wettkampf seines Schützlings zusammen.
Starke Bilanz für den AC Atlas Plauen
Trainer Bernd Schmiedel zeigte sich trotz des knapp verpassten Podiums zufrieden mit dem Abschneiden seiner Schützlinge. Mit einer Silbermedaille, einer persönlichen Bestleistung und einem vierten Platz auf nationaler Ebene bestätigten die beiden Atlas-Athleten eindrucksvoll die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des AC Atlas Plauen.
